Anne-Marie Gahr
 
 
Autorin
 
 
 
 
 
Aufgewachsen bin ich in einem evangelisch- lutherischen Elternhaus. Mein Vater war Diakon und meine Mutter gelernte Gemeindehelferin. Als jüngste von vier Kindern litt ich sehr unter dem Druck meiner Eltern. Mein Vater übte eine solche Willkürherrschaft aus - von der Mutter geduldet und ergänzt, dass ich mich schon früh zu fragen begann: "Gibt es einen Gott?" "Wenn ja, ist er so widersprüchlich?" Und: "Was ist denn mal wirklich wahr, was gilt denn mal für alle?" Und selbstverständlich: "Wozu lebe ich überhaupt?"

Außerdem hatte ich den Eindruck, dass etliche Leute in der Kirche nur so vor sich hinbeten und das, was sie da tun, selbst gar nicht wirklich annehmen.

Doch ich suchte. Sechs Jahre lang war ich im Kindergottesdienst tätig, nach dem Abitur ein „Diakonisches Jahr“, anschließend 10 Monate Praktikum in einer Epilepsie-Fachklinik. Da dies jeweils eigene freie Entscheidungen waren, sind meine Eltern sogar hierbei dagegen gewesen.Im Namen der „Selbstlosigkeit“ wurde alles Selbstständige bekämpft.

Während eines Studiums - Lehramt für Sonderschule - betete ich zu der Zeit ein letztes Gebet:

 Copyright by www.engelbilder.net "Jesus Christus, ich weiß nicht, ob es Dich gibt. Falls doch, nimm es mir nicht übel, aber ich muss dieses Ganze mit Bibel und Kirche mal hinter mir lassen - ich komme sonst nicht zur Ruhe. Wenn Du magst, dann zeige Dich mir irgendwann, wenn ich vielleicht an Dich glauben kann."

Dieses Gebet ist erhört worden.

Ende 1993 hatte ich eine
Physiotherapie-Ausbildung absolviert. Ich hatte gehofft, zu lernen, wie man Menschen hilft, doch ich war sehr enttäuscht. Wieder hatte ich überwiegend Druck gelernt. Und wieder wollte ich am liebsten den Beruf wechseln. Nur was stattdessen? Über einen Kollegen erfuhr ich etwas über die Cranio - Sacrale Therapie.
Das interessierte mich spontan. Hierbei ging es um Selbstheilungskräfte des Menschen und nicht um ein Über-Unterordnungsverhältnis zwischen Patient und Therapeut. Ich belegte die Fortbildung und blieb in meinem Beruf.

Anfangs war es sehr schwer, auf diese Weise Menschen zu begleiten. Im Berufsfeld gab es von allen Seiten Widerstände, weil niemand diese Arbeit kannte. Ein Arzt sagte mir einmal: " Tun Sie Ihre Arbeit!" als ich schon wieder Cranio anwendete. Allein die Betroffenen sorgten dafür, dass ich weitermachte.

In einem Buch für Fortgeschrittene in der Cranio- Sacralen Therapie von Dr. John Upledger fand ich dann am Ende ein Kapitel über "Channeling". Was mich sofort faszinierte und überzeugte, war, dass mit Hilfe der geistigen Welt die wahre Ursache für eine wie auch immer schwerwiegende Krankheit zu finden war. Dr. Upledger ging damit offen und locker um. Niemand müsse daran glauben - es gebe aber gute und dauerhafte Behandlungsergebnisse.

Nun wäre ich am liebsten nach Amerika gefahren, um ihm über die Schulter zu gucken. Doch über „Zufall“ erhielt ich eine Anleitung zum Channeling von Sanaya Roman und Duane Packer. Nach eingehender innerer Prüfung ging ich nach dieser Anleitung vor. Zu Beginn 2001 wurde ich selbst zum Channel=Kanal. Für Wesen aus dem Licht.

Ende 2001 wollte ich mir einen richtig guten Urlaub gönnen. Etwas Besonderes sollte es sein. So kam ich das erste Mal in meinem Leben nach Barcelona. Ich besuchte dort eine Sprachenschule und lies mich privat einquartieren. Mein Aufnahmegerät fürs Channeling nahm ich spaßeshalber mit. Ein einziges Mal nur nahm ich mir die Zeit fürs Channeling. Als ich allein war in der Wohnung hoch oben über den Dächern von Barcelona setzte ich mich ins Wohnzimmer. Ich ging ins Licht so weit ich konnte.

Nie werde ich diesen Augenblick vergessen, wie sich eine starke, machtvolle und zugleich sanfte Gestalt mir näherte. Ich vernahm die äußerst achtsame sanfte starke Stimme:

"Ich bin der Christus, den Du schon kennst."...Darauf schwieg ich eine ganze Zeit lang, bis ich sagte:

"Ich weiß nicht, wie ich Dir begegnen soll."  Darauf er: "Ist schon alles gut. Wir öffnen Dein Herz und stärken Deine Liebe."Ich fühlte mich sehr geachtet und in tiefem Frieden.

Das war die ganze Begegnung an diesem Tag. Und  Antwort auf mein Gebet von damals...

Der Christus, der sich mir zeigte, war Jesus der Essener.




Anne-Marie Gahr

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